Die eucharistische Anbetung

Eine der auffälligsten Merkmale bei Situation der Kirche in Deutschland ist, dass der Glaube an die Gegenwart Christi in der heiligen Eucharistie und damit auch die Anbetung dramatisch abgenommen hat. So stark, dass man öfters Sätze hört wie zum Beispiel“das ist doch alles Götzendienst“ oder „das ist ja Glauben aus dem Mittelalter“. Mich erschrecken solche Bemerkungen immer wieder aufs neue, denn damit hat Eucharistie und eucharistische Anbetung gar nichts zu tun. Dabei ist das doch ein so großartiges Geschenk Gottes. In diesem hochheiligen Sakrament schenkt er uns seine Gegenwart und sein Erbarmen. In der Anbetung erschließt er uns eine einzigartige Quelle des Heils.

Mein Wunsch ist es, dass diese Anbetung in den deutschsprachigen Ländern wieder ausgebaut wird. Die eucharistische Anbetung wird, davon bin ich zutiefst überzeugt, der Motor für die Neuevangelisierung Europas  sein. Sie ist unverzichtbar für ein christliches Land und eine christliche Welt.

Lieben wir es, beim Herrn zu sein. Da können wir alles mit ihm bereden. Unsere Fragen, unsere Sorgen, unsere Ängste, unsere Freuden, unsere Dankbarkeit, unsere Enttäuschungen, unsere Bitten und Hoffnungen. Die Anbetung ist im tiefsten eine Umarmung Jesu, bei der ich Ihm sage: „Ich gehöre Dir und ich bitte Dich, sei auch Du immer mit mir!“  (Papst em. Benedikt XVI)
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